Facebook, Amazon, Apple & Google – weltweit bekannt, weltweit genutzt. Von jedem. Wahrscheinlich auch von Ihnen?! Natürlich, warum auch nicht?

Dank der Logistikflotte (Flugzeuge, Drohnen, Cloud) von Amazon werden Produkte so schnell wie noch nie bereitgestellt. Facebook vernetzt Menschen weltweit. Google tut das, was viele von uns öfter tun sollten: Denken. Noch nie war Wissen und Ware so transparent und schnell verfügbar.

Die Vier scheinen aktuell konkurrenzlos zu sein. Auch die Fakten geben dieser These Recht:

Der Wert der Facebook Aktie entsprach trotz kürzlichen Absturz immer noch 40 Prozent aller DAX Konzerne. Apple und Amazon liefern sich einen Wettkampf, wer zuerst als 1 Billionen Dollar Unternehmen in die Geschichte eingeht. Auch die Marktmacht von Google ist unumstritten. Schließlich hat die Suchmaschine in vielen Ländern einen Marktanteil von 90%.

Zusammengerechnet entspricht der Wert dieser Vier etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Deutschland.

Vier Unternehmen, die nur noch digital und als Plattform existieren, stellen quasi über Nacht jahrzehntelange Fertigungsexpertise in den Schatten. Die Automobilindustrie mit Firmen wie BMW oder VW stellt die zentrale Säule des wirtschaftlichen Erfolgs in Deutschland dar. Schließlich erwirtschaftet diese Industrie einen Umsatz von rund 423 Mrd. Euro und beschäftigt direkt 820.000 Personen. Außerdem sind wir allein als Autoexporteur mit 21 Prozent am globalen Exportvolumen beteiligt. Doch das scheint im Vergleich zu den neuen Technologieunternehmen wertlos.

Vielleicht spricht der amerikanischen Marketingexperte Scott Galloway zu Recht von den vier apokalyptischen Reitern.

Bedeutet das jetzt, dass hinter jeder neuen digitalen Innovation der Teufel höchstpersönlich steht? Sind die Reiter nur Vorboten, um uns letztendlich zu digitalen Zombies zu machen? Nein, natürlich nicht. Die Welt und die Industrie stehen vor einem digitalen Wandel. Und das ist auch gut so, denn genießen wir nicht alle den Vorteil einer vernetzen und innovativen Umgebung. Trotzdem sollte man ab und zu die VR Brille absetzen und Dinge hinterfragen.