Mittelstand 4.0: Risiko und Nebenwirkung Mensch?

von Paul Schubach

Kürzlich veröffentlichte Studien der WHU und des KfW zeigen: Der deutsche Mittelstand ist weder bereit für die Digitalisierung, noch ergreift er adäquate Maßnahmen, um dieser gerecht zu werden. Die Quintessenz der meisten Studien: Der Mensch ist der limitierende Faktor. In diesem Blogartikel werfen wir einen kritischen Blick auf die Studienergebnisse. Denn auch wir wissen, dass der Mensch im Fokus steht – aber nicht als der limitierende Faktor, sondern als Bereicherung. Wir erklären, wie Mitarbeitende den Mittelstand 4.0 positiv prägen können.

 

Digitalisierungsbewusstsein im Mittelstand 4.0 

Immer mehr Mittelständler führen Digitalisierungsprojekte durch und setzen auf digitale Technologien und Prozesse. Studien belegen: Das Digitalisierungsbewusstsein ist sehr stark ausgeprägt. 71% der Mittelständler sind sich darüber im Klaren, dass sie nur digitalisiert überleben können

Aus unserer Beratungspraxis wissen wir: Eine vollständige Digitalisierung ist die einzig mögliche Option, um der immer dynamischeren und komplexeren Welt gerecht zu werden. Denn das Unternehmensumfeld ändert sich schlagartig und Unternehmen stehen im Spannungsfeld zwischen traditioneller Wertschöpfung und neuen digitalen Geschäftsmodellen. 

 

Digitalisierung? Schall und Rauch! 

Im Gegensatz dazu stellen Studien ebenfalls fest: Aus den Augen, aus dem Sinn. Lediglich 31% der Mittelständler erarbeiten konkrete Maßnahmen. Dabei sind die Beschäftigten das größte Hindernis. So ist es wenig verwunderlich, dass 2019 ganze 38% der Mittelständler mangelndes Know-how der Belegschaft monieren. 2017 waren es noch 29%. Zeigt dieser Trend also unmissverständlich, dass der Mensch der limitierende Faktor ist?

Abbildung: Global Center for Digital Business Transformation (2017)

Raus aus der Komfortzone!   

Während die meisten Studien zum Schluss kommen, dass der Mensch der limitierende Faktor ist, plädieren wir für eine positivere Sichtweise. Es geht nur Hand in Hand mit den Mitarbeitenden. Mit einer klaren Strategie und einem firmenweiten Paradigmenwechsel. Es heißt also: Augen auf und auf die eigenen Stärken verlassen!  

Made in Germany: Rückgrat Mittelstand  

Made in Germany ist auch 2019 das vielleicht wertvollste Qualitätssiegel. Deutsche Produkte sind so gefragt wie nie und Deutschland weist 2019 erneut einen Exportüberschuss auf.

An diesem Erfolg ist der deutsche Mittelstand maßgeblich durch seine hervorragenden Produkte beteiligt. Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und kann es auch zukünftig bleiben.

Macherqualitäten, relativ flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege sowie eine langfristige Orientierung zeichnen den deutschen Mittelstand von jeher aus. 

Agiler Paradigmenwechsel und Digitalisierungsstrategie  

Diese hervorragende Grundlage gilt es zu nutzen. Es ist mehr als überfällig, eine digitale Unternehmensstrategie gemeinsam mit Mitarbeitenden und ExpertInnen zu entwickeln. 

Unternehmen müssen sich jedoch nicht nur strukturell, sondern auch im Wertebild ändern, um der digitalen Transformation und den VUCA-Bedingungen gerecht zu werden. Flexibilität, Sensibilität und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit werden daher immer wichtiger, um im Mittelstand 4.0 zu überleben und zu punkten. 

Wir bei Achtzig20 glauben daran, dass alle Mitarbeitenden mit dem richtigen Mindset zu einer großartigen Zukunft beitragen können und die Hürde (oder Chance!) der Digitalisierung gemeinsam meistern können. Dafür sind Begegnungen und Dialoge auf Augenhöhe notwendig und Mitarbeiterpartizipation unabdingbar.

Digitalisierung findet zunächst und vor allem im Kopf statt und genau hier setzen wir an. Dafür gibt es keine Blaupausen und Pauschallösungen.

Denn was sollte es bringen, ein Mindset vorzusetzen, das Mitarbeitende und Führungskräfte nicht leben?

Agiles Mindset für einen Mittelstand 4.0 

Das sogenannte agile Mindset ist laut ExpertInnen einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Digitalisierung. Es geht darum, zusammen anders und neu zu denken: Anders an KundInnen heranzutreten. Projekte anders zu realisieren. Produkte von Grund auf neuzudenken. Führung neu zu leben. Geschäftsmodelle zu überdenken und zu realisieren, dass das Technische letzten Endes nur Teil der Lösung ist. Notwendig ist es hingegen erst anders zu denken und dann anders zu handeln.  

Dabei sollten wir nur mit Vorsicht auf die Spotifys und Netflixes dieser Welt blicken. Was bei diesen Unternehmen funktioniert, ist noch lange keine Blaupause für dein Unternehmen. Stumpfes Abkupfern führt zu Misserfolgen und Frustration. 

Dennoch ist es wichtig, offen für neue Lösungsvorschläge auf dem Markt zu sein. Denn meist können bestehende Lösungen auf einem soliden, gemeinsamen Wertebild besser umgesetzt werden als fremdentwickelte, aufgesetzte Paradigmen. Daher gilt es als ersten und wichtigsten Schritt, aus den Erfahrungen ein gemeinsames Wertebild bzw. sein eigenes agiles Mindset zu formen. Dabei ist Achtzig20 der ideale Partner für dich. 


Achtzig20 
heißt iterative Anpassung auf Augenhöhe 

Wir verstehen uns daher weniger als Berater, sondern vielmehr als Partner. Wir sind der ideale Begleiter, um die digitale Transformation umzusetzen – auf Augenhöhe und mit einem offenen Ohr. Iterative top-down und bottom-up Zyklen haben sich schon oftmals als idealer Ansatz bewiesen. Unser Credo ist dabei: langfristige Strategien entwickeln und trotzdem auf dem Boden bleiben, indem wir die operative Ebene niemals aus den Augen verlieren. Willkommen im Mittelstand 4.0. 

Hast du Lust, die agile Transformation mit uns zu gestalten?

 Achtzig20 ist mehr als eine klassische Unternehmensberatung. Wir sind ein junges und innovatives Team, das zusammenhält und anpackt. Hier findest unsere aktuellen Stellenausschreibungen.