Der Traum vom eigenen Startup dürfte für viele ein anzustrebendes Ziel sein. Die Verwirklichung der eigenen Geschäftsidee und die Erwirtschaftung erster Gewinne. Doch bis dahin ist es für die meisten Unternehmen ein mühsamer und weiter Weg. Von hoher Bedeutung sind ist dabei nicht nur eine zündende Geschäftsidee, sondern auch die Liquidität – denn ohne Kapital kein Erfolg!

Doch woher das Kapital beziehen, wenn die eigenen oder geliehenen Reserven aufgebraucht und frisches Geld dringend benötigt wird?  

Gerade für sehr junge Unternehmen sind die sogenannten Venture Capital Firmen höchst interessant. Diese Firmen oder Einzelunternehmer investieren hohe Summen an Risikokapital in Jungunternehmen mit innovativen Geschäftsideen. Sie sind sich des Risikos bewusst, dass das Unternehmen am Markt scheitern kann und das Geld damit verloren wäre.

Schaut man sich diese Finanzierungsrunden (z.B. auf Crunchbase)genauer an, wird man schnell mit Begriffen wie „Seed-Round“ oder „Series A“ konfrontiert. Wir haben uns der Sache angenommen und nachfolgend eine Übersicht der wichtigsten Runden erstellt.

Seed-Round: Das Unternehmen befindet sich in einem sehr frühen, risikoreichen Stadium und benötigt Kapital, um z.B. einen Prototypen zu entwickeln. Ein Business-Plan existiert – die Validierung des Geschäftsmodells steht zum Teil aus. In dieser Phase investieren zumeist große Venture Capital Fonds oder Inkubatoren.

Series A: Der Beweis des funktionierenden Geschäftsmodells ist geglückt, neues Kapital wird benötigt. In dieser Phase ist das Unternehmen für Venture Capital Gesellschaften und Unternehmer interessant. Durch das Invest kann sich das Jungunternehmen zu einem ernstzunehmenden Marktteilnehmer entwickeln.

Series B,C und weitere: Mit zum Teil höheren Invest-Summen und neuen Investoren können Jungunternehmen in dieser Runde erneut Millionenbeträge einnehmen. Dadurch schaffen sie es häufig Marktanteile zu vergrößern, Märkte zu erweitern und in die eigene Forschung und Entwicklung zu investieren.

Das jeweilige Investment steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Bewertung eines Startups und damit mit dem Titel „Unicorn“ (siehe Blogartikel „Business Unicorns“). Denn zur Berechnung des Unternehmenswertes werden in neuesten Methoden nicht nur harte Faktoren, wie materielle Vermögensgegenstände, Umsatz, Gewinne und Venture Capital hinzugezogen. Gerade bei Startups, die wenig Umsatz und keine Gewinne erwirtschaften, sind häufig „weiche“ Faktoren, wie die Strategie, das Geschäftsmodell und das potenzielle Wachstum berücksichtigt.

Nicht selten gilt: Wird das Erfolgspotential des Geschäftsmodells als hoch eingeschätzt, hat das Unternehmen gute Chancen auf hohe Venture Capital Summen und erreicht einen höheren Unternehmenswert. Mit etwas Glück schafft es das Unternehmen sogar zu einem Unicorn: Unternehmenswert größer 1 Milliarde Dollar.