Wenn mal wieder von überall die vier Lieblingsbuchstaben der Preisgeier blinken und es nur so von kreischend-roten Anzeigetafeln wimmelt, dann begeben sich die Schnäppchenjäger wieder in ihre Startpositionen und scharen die Hufe, bis es Punkt Mitternacht zum Black Friday schlägt.

Was sogar heute noch in Amerika ganz filmreif als wortwörtliche Rabattschlacht am Wühltisch ausgelebt wird, findet hierzulande durchaus gesitteter statt. Was wohl mehr der aggressiven Übernahme des Online Handels als der Gesellschaft zuzuschreiben ist. Denn die Deutschen schlagen am Black Friday vor allem online zu und das auch erst am späten Abend zwischen 20 und 22 Uhr.

Doch was auf den ersten Blick wie das Shoppingparadies auf Erden scheint, ist laut Verbraucherschützern mit Vorsicht zu genießen. Meist nehmen Händler als Grundlage für die Rabattangabe nämlich die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) – und die ist in der Regel deutlich höher als der aktuelle Marktpreis eines Produkts. Aber auch seitens der Händler türmt sich jährlich immer mehr der Kritikberg. Das allseits beliebte Weihnachtsgeschäft erfährt durch den Black Friday deutliche Einbußen.

Kein Wunder also, dass sich Händler zunehmend aktiv gegen die Teilnahme am Schnäppchentag entscheiden und alternative Aktionen zur Rabattschlacht anpreisen. So ist es nunmehr Usus, einen Teil des Tagesumsatzes für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden – im Sinne eines BETTER Fridays.

 

Nachweise:

http://www.waz-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Black-Friday-2018-Sales-Deals-und-Rabatte-bis-zum-26.-November

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/black-friday-und-cyber-monday-milliardengeschaeft-mit-schnaeppchentag-a-1179921.html

https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/black-friday-cyber-monday-singles-day-das-risiko-der-vielgefeierten-schnaeppchentage/23643054.html