Alte vs. agile Welt

Die Digitalisierung prägt das 21. Jahrhundert. Sie verändert sowohl unser Privat- als auch das Geschäftsleben in großem Ausmaß und in rasanter Geschwindigkeit. Neuartige digitale Technologien stellen die klassische Welt eines Unternehmens über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf den Kopf: vom Marketing und Vertrieb über die Entwicklung neuer, innovativer Produkte und ihrer Produktionsabläufe bis hin zu internen Prozessen sind alle Fachbereiche betroffen.

Die vierte industrielle Revolution und ihre Antriebsfeder, die Digitalisierung, stellen bisherige Geschäftsmodelle nicht nur infrage, sondern zerstören sie und lassen gänzlich Neue entstehen. Dabei eröffnen sich neue Märkte, die Produktions- und Entwicklungszyklen werden verkürzt und Innovationen gelangen noch schneller auf den Markt – und die gesamte Tragweite der Digitalisierung ist bis heute noch nicht im Ganzen zu erfassen. Fakt ist jedoch: die digitale Transformation betrifft alle Branchen und entscheidet über die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen. Mit dem digitalen Wandel der Wirtschaft geht auch eine Veränderung der Inputgrößen einher.

Alte vs. agile Welt: Veränderung der Inputgrößen

Einer dieser Inputgrößen sind die verwendeten Arbeitsmethoden. Insbesondere agile Ansätze wie Scrum, Design Thinking und Lean Startup finden aktuell Einzug in die Wirtschaft und sind die neuen Werkzeuge zur Entwicklung neuer Produkte und Services. Doch ist es mit der Umstellung der Tools bereits getan?

Wie zu erwarten ist: nein, was im Schaubild des Eisberg-Modells visualisiert wird. Der Schlüssel zur erfolgreichen Transformation in die digitale und agile Welt liegt in unterschiedlichen Ebenen. Die Reorganisation betrifft unter anderem die Umstellung von Prozessen, das Aneignen neuer Kompetenzen und eine neue Ziel- und Kundenorientierung der Unternehmen. Mit der bloßen Umstellung der Arbeitsmethoden ist der Wandel somit nicht abgeschlossen, sondern wurde allenfalls eingeleitet. Die Gestaltung eines intrinsischen agilen Mindsets in einer Unternehmung kristallisiert sich als wichtiger Erfolgsfaktor heraus und ist zugleich eine große Herausforderung, denn Kultur und Einstellung können weder generiert noch implementiert werden. Die Frage wird sein, welche Unternehmen im Markt den transformalen Prozess entschlossen beschreiten, um sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil sichern zu können und welche nur an der Oberfläche kratzen…

Autor: Nico Block
Manager & Teamleiter
nico.block@achtzig20.de